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Präsentation:
empirische Studie “Männer
in Bewegung”


18. März 2008, Berlin. In der Bundespresskonferenz nahm Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen die Studie „Männer in Bewegung“ entgegen, die von der Männerarbeit der EKD und der Gemeinschaft katholischer Männer Deutschlands in Auftrag gegeben worden war. Die Kirchen wurden bei ihrer Präsentation vom EKD-Ratsvorsitzenden Bischof Wolfgang Huber und dem katholischen Erzbischof Ludwig Schick vertreten.

Die empirische Studie wiederholt und ergänzt die Vorgängerin „Männer im Aufbruch“ von 1998 und wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert. Damit bietet sie erstmalig die Gelegenheit, die Entwicklungen in den Einstellungen von Männern (und auch Frauen) innerhalb der vergangenen zehn Jahre zu verfolgen.

Die Ministerin griff ausgewählte Studienergebnisse heraus und würdigte insbesondere die hohe Bedeutung der Ehe gerade für den Typus der „modernen Männer“. Gerade diejenigen Beziehungen erwiesen sich heute als besonders stabil, die auf Liebe und Augenhöhe anstelle von finanzieller Abhängigkeit gegründet seien. Von der Leyen betonte das dringende Anliegen, mehr Männer in den Berufsfeldern Erziehung und Pflege zu integrieren. Hinsichtlich der Sozialisation von Jungen und der Erkenntnisse zu Männern als Täter und Opfer von Gewalt mahnte sie, die Ursachen genau in den Blick zu nehmen.

Bischof Huber hob hervor, dass ein auffallender Teil der Männer unter 19 Jahren eher traditionellere Lebensentwürfe entwickle als die gleichaltrigen Frauen. Diese Ungleichzeitigkeit stelle die kirchlichen Bildungseinrichtungen vor wichtige Aufgaben. Erfreulich sei, dass Kirche laut der Studie bei Männern an Ansehen gewonnen habe. Ein Dialog erfordere allerdings eine entsprechende Offenheit der Kirchen für die Lebenssituation von Männern. Angesichts des Attentats von Winnenden wies er auf die Erkenntnis hin, je präsenter Jungen ihre Beziehung zum Vater erlebt hätten, desto positiver falle die Gewaltprognose für ihr späteres Leben aus.

Erzbischof Schick hob darauf ab, dass mittlerweile 31 % der Männer von der Kirche einen fundierten Beitrag zur Neugestaltung der Männerrolle erwarteten. Männerentwicklung enthalte eine zutiefst spirituelle Dimension. Bewahrerin traditioneller Lebens- und Rollenmodelle und zugleich innovativer Motor für Neues zu sein: Mit dieser Polarisierung müsse sich die kirchliche Männerarbeit in Zukunft verstärkt auseinandersetzen.


Die Statements der Bischöfe finden sich >>>hier.